Ratgeber · 7 Min. Lesezeit
Überwachungskamera und Video-Türklingel ohne Abo: eufy, Arlo, Ring und Blink im Vergleich
Es klingelt. Du stehst gerade an der Supermarktkasse, schaust aufs Handy und siehst den Paketboten vor deiner Haustür. Ein kurzes „Bitte hinter den Blumentopf!“, und das Paket ist sicher. Das können Video-Türklingeln und Überwachungskameras. Bleibt nur die Frage: Brauchst du dafür ein Abo?
Auf einen Blick
- Ohne Abo heißt: Die Videos landen nicht in der Cloud, sondern bei dir zu Hause, etwa auf einer Basisstation oder einem USB-Stick.
- Livebild und Benachrichtigung aufs Handy bekommst du bei eufy, Arlo, Ring und Blink auch ohne Abo.
- eufy speichert auf der HomeBase und erkennt Personen, ganz ohne Abo.
- Blink speichert ohne Abo auf einem USB-Stick im Sync Module 2, Arlo nur mit SmartHub oder Basisstation.
- Ring zeigt ohne Abo nur das Livebild. Aufnahmen gibt es nur mit Ring Protect.
Was heißt „ohne Abo“ eigentlich?
Jede smarte Kamera bemerkt eine Bewegung, nimmt ein kurzes Video auf und schickt dir eine Nachricht aufs Handy. Spannend ist, wo das Video danach landet.
- In der Cloud: Das Video liegt auf den Servern des Herstellers. Praktisch, aber bei den meisten Marken nur mit Abo.
- Lokal: Das Video bleibt bei dir im Haus, etwa auf der eufy HomeBase, einer microSD-Karte oder einem USB-Stick. Dafür brauchst du kein Abo.
Lokal heißt aber nicht offline: Für Livebild und Benachrichtigungen unterwegs brauchen Kamera und Handy Internet. Und bei manchen Marken bringt erst das Abo smarte Extras wie die Erkennung von Personen.

eufy, Arlo, Ring und Blink im Vergleich: Was geht ohne Abo?
Im Alltag zählen Livebild, Benachrichtigung, Aufnahmen, Verlauf und smarte Erkennung. So sieht es ohne Abo aus:
| Merkmal | eufy | Arlo | Ring | Blink |
|---|---|---|---|---|
| Speicher ohne Abo | HomeBase, bei manchen Kameras microSD | nur mit SmartHub oder Basisstation, nicht bei jeder Kamera | keiner | USB-Stick im Sync Module 2 |
| Livebild | ja | ja | ja | ja |
| Benachrichtigung | ja | ja | ja, ohne Vorschaubild | ja |
| Aufnahmen und Verlauf | ja, auf der HomeBase | nur mit SmartHub oder Basisstation | nein | ja, auf dem USB-Stick |
| Smarte Erkennung | ja: Personen, mit HomeBase 3 auch Gesichter | nur mit Abo | nur mit Abo | nur mit Abo |
| Abo heißt | kein Abo nötig, Cloud auf Wunsch | Arlo Secure | Ring Protect | Blink Basic oder Blink Plus |
| Gehört zu | Anker | eigenständig, bis 2018 Netgear | Amazon | Amazon |
Tipp: Lokale Videos sind nur so sicher wie ihr Speicherort. Stell HomeBase oder Sync Module deshalb drinnen auf, wo sie niemand im Vorbeigehen mitnimmt.
eufy: Die HomeBase ist das Gedächtnis
eufy ist die Smart-Home-Marke von Anker, bekannt für Powerbanks. Bei eufy Security ist „ohne Abo“ Prinzip: Die Videos speichert eine kleine Basisstation im Haus, die HomeBase. Ein Cloud-Abo gibt es nur auf Wunsch.
- HomeBase 2: 16 GB Speicher, etwa im Set mit der Video Doorbell 2K.
- HomeBase 3: ebenfalls 16 GB, aber mit einer Festplatte erweiterbar. Dazu kommt BionicMind: Die HomeBase lernt die Gesichter deiner Familie und unterscheidet sie von Fremden.
- Smarte Erkennung: Personen erkennen eufy-Kameras und -Klingeln laut eufy direkt auf dem Gerät oder der HomeBase.
16 TB
passen laut eufy in die HomeBase 3, wenn du eine 2,5-Zoll-Festplatte einsetzt. Ab Werk sind es 16 GB, tausendmal weniger.
Tipp: Schau beim Kauf, welche HomeBase dabei ist. Die eufyCam 3C und die eufyCam E330 laufen laut eufy nur mit der HomeBase 3.
Arlo Kamera ohne Abo: Es kommt auf den Hub an
Vielleicht kennst du Arlo noch als „Netgear Arlo“: Bis 2018 gehörte Arlo zum Router-Hersteller Netgear, seitdem ist es eigenständig.
Ohne Arlo Secure bekommst du laut Arlo Livebild, Bewegungsalarme und Türklingel-Anrufe. Aufnahmen speichern geht nur lokal mit SmartHub oder Basisstation. Cloud-Verlauf und smarte Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Paketen gibt es nur mit Abo.
- Arlo Pro 3 Floodlight: Kamera und Scheinwerfer in einem. Sie funkt direkt ins WLAN, lokal aufnehmen kann sie aber erst mit passendem SmartHub oder passender Basisstation.
- Arlo Video Doorbell HD (2. Generation): Sie funkt direkt ins WLAN, ganz ohne Hub. Ohne Abo siehst und sprichst du live, wer klingelt. Aufnahmen gibt es nur mit Arlo Secure.
Ring Video-Türklingel ohne Abo: Livebild ja, Aufnahmen nein
2013
stellte Ring-Gründer Jamie Siminoff seine Klingel in der US-Gründershow „Shark Tank“ vor, damals noch unter dem Namen DoorBot. Er ging ohne Deal nach Hause. 2018 kaufte Amazon die Firma, die da längst Ring hieß.
Ohne Abo kann eine Ring Video-Türklingel das Wichtigste: Es klingelt, dein Handy meldet sich, du siehst live, wer vor der Tür steht, und sprichst mit ihm. Aber Ring speichert dann keine Videos, es gibt keinen Verlauf und kein Vorschaubild in der Benachrichtigung.
Das Abo heißt seit 2026 wieder Ring Protect, etwa Ring Solo für ein Gerät oder Ring Multi für alle Geräte an einer Adresse. Zwischendurch hieß es Ring Home.
- Ring Video Doorbell 4: Akku zum Herausnehmen, auch am Klingeldraht. Ihr Pre-Roll zeigt die Sekunden vor einer Bewegung, aber nur in Aufnahmen, also mit Abo.
- Ring Video Doorbell Pro 2: braucht eine Klingelleitung mit passendem Trafo. Ihre 3D-Bewegungserkennung sieht, wie weit jemand entfernt ist.

Blink Kamera ohne Abo: der Trick mit dem USB-Stick
Blink begann 2014 als Kickstarter-Projekt einer Chipfirma, Spezialität: stromsparende Bildverarbeitung. Ende 2017 kaufte Amazon Blink, Blink und Ring sind also Geschwister.
Ohne Abo bekommst du bei Blink Livebild, Bewegungsmeldungen und Gegensprechen. Für Aufnahmen steckst du einen USB-Stick mit 1 bis 256 GB in das Sync Module 2, die kleine Zentrale an der Steckdose. Die Clips siehst du dann in der Blink App.
- Passende Kameras: Outdoor 4, Outdoor, Indoor (3. Gen.), Mini, Video Doorbell und Wired Floodlight, nicht die alten XT und XT2.
- Nur mit Abo: Personenerkennung, längeres Livebild und Blink Moments, in Deutschland mit Blink Basic für ein Gerät oder Blink Plus für mehrere.
Tipp: Zieh den USB-Stick nie einfach heraus. Blink empfiehlt, ihn vorher in den Einstellungen des Sync Module sicher auszuwerfen.
Welche ist die beste Überwachungskamera für außen ohne Abo?
Die eine beste gibt es nicht. Es kommt darauf an, was dir wichtig ist. Welcher Typ bist du?
- Der Abo-Muffel: Aufnahmen, Verlauf und Personenerkennung, aber nie ein Abo? Dann passt eufy mit HomeBase.
- Der Paketempfänger: Die eufy Video Doorbell Dual 2 Pro hat eine zweite Kamera, die nach unten auf die Pakete vor der Tür schaut.
- Der Alexa-Haushalt: Bei dir steht ein Echo, und es soll einfach sein. Blink mit Sync Module 2 und USB-Stick speichert ohne Abo.
- Der Hausbesitzer mit Einfahrt: Licht an, sobald sich etwas bewegt. Die Arlo Pro 3 Floodlight ist Kamera und Scheinwerfer zugleich.
Akku oder Kabel? Tipps für den Aufbau
- Akku: Montage ohne Kabel, dafür ab und zu laden. Die eufyCam 3C hält laut eufy bis zu 180 Tage pro Ladung, die Blink Outdoor 4 laut Blink bei normaler Nutzung bis zu zwei Jahre mit zwei AA-Lithiumbatterien.
- Kabel: Dauerstrom, nie mehr laden. Die eufyCam E330 hängt am Stromkabel und kann laut eufy rund um die Uhr aufnehmen.
- WLAN-Reichweite: Halt dein Handy vorher an den geplanten Platz und starte ein Video. Ruckelt es dort, ruckelt auch die Kamera. Bei eufy funkt die Kamera zur HomeBase, die eufyCam E330 laut eufy bis zu 25 Meter weit.
- Halterung: Häng Außenkameras so hoch, dass niemand sie im Vorbeigehen abschraubt. Für Video-Türklingeln empfiehlt Ring 1,22 Meter. Hängt die Klingel zu hoch, meldet sie eher vorbeifahrende Autos als deinen Besuch.
Achtung, Datenschutz: Filme nur dein eigenes Grundstück. Öffentliche Wege, Straße und Nachbargrundstück gehören nicht ins Bild, auch keine gemeinsame Einfahrt. Richte Kamera und Türklingel so aus, dass sie nur deinen Eingang und Garten zeigen, bei vielen Modellen kannst du Bereiche in der App ausblenden. Ein gut sichtbares Hinweisschild zeigt Besuchern, dass gefilmt wird. Im Mehrfamilienhaus sprich vorher mit Vermieter oder Hausverwaltung. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du eine Anwältin, einen Anwalt oder die Datenschutzbehörde deines Bundeslands.
Überwachungskameras und Video-Türklingeln bei Bodinos
Diese Kameras und Klingeln haben wir auf Lager. In Deutschland sind sie in 1–3 Werktagen bei dir:
eufyCam 3CAnsehen →
eufy Video Doorbell 2K mit HomeBase 2Ansehen →
eufy Video Doorbell Dual 2 Pro mit HomeBaseAnsehen →
Arlo Pro 3 FloodlightAnsehen →
Arlo Video Doorbell HDAnsehen →
Blink Outdoor, 4 KamerasAnsehen →
Ring Video Doorbell 4Ansehen →
Ring Video Doorbell Pro 2Ansehen →
Außerdem auf Lager: eufy Dual 2 Pro, eufy Zusatz-Klingel, eufyCam E330, eufyCam Solarpanel, Blink Outdoor, Blink Outdoor Floodlight und Ring Video Doorbell 2. Gen.
Häufige Fragen
Gibt es eine Überwachungskamera ohne Abo?
Ja. eufy speichert auf der HomeBase, Blink auf einem USB-Stick, Arlo mit SmartHub oder Basisstation. Livebild und Benachrichtigung gibt es bei allen vier Marken ohne Abo.
Was passiert, wenn man kein Blink-Abo hat?
Livebild, Bewegungsmeldungen und Gegensprechen funktionieren weiter. Aufnahmen speichert Blink dann nur mit Sync Module 2 und USB-Stick. Personenerkennung gibt es nur mit Abo.
Warum blinkt meine Blink Kamera rot?
Bei der Blink Outdoor und der Indoor (3. Gen.) heißt schnelles rotes Blinken alle 3 Sekunden laut Blink: keine Verbindung zum Internet. Die Outdoor 4 blinkt rot im Einrichtungsmodus oder beim WLAN-Wechsel. Blink rät, die Batterien kurz herauszunehmen und wieder einzulegen.
eufy oder Ring: Was passt besser ohne Abo?
Ohne Abo kann eufy mehr: Aufnahmen, Verlauf und Personenerkennung laufen über die HomeBase. Ring zeigt ohne Abo nur das Livebild.
Gibt es Überwachungskameras mit SIM-Karte ohne Abo?
Ja, etwa die eufy 4G LTE Cam S330. Sie funkt übers Mobilfunknetz und speichert lokal. Ein Kamera-Abo braucht sie nicht, die SIM-Karte aber einen Mobilfunktarif mit Datenvolumen.
Noch mehr fürs smarte Zuhause findest du in der Kategorie Smarthome. Wie du dein Licht smart steuerst, erklärt der Ratgeber Philips Hue Bridge.
